Partei
Programm
Service
Autor
22.01.2010 22:37
(Ver)Halten
Wie ist es möglich, dass Menschen nicht handeln, obwohl sie wissen, dass sie die Verantwortung für ihr Verhalten tragen? Diese Frage beschäftigte mich bereits vor vielen Jahren. Ich nahm sie als Anlass, eine Fachbereichsarbeit zum Thema "Umweltethik" zu schreiben, deren Ergebnis ich hiermit kurz vorstellen möchte.
Der Blaue Planet
Zunächst sei jedoch der Themenkreis genauer definiert. Der ethische Begriff „Verantwortung“ kann schließlich auf sämtliche Inhalte bezogen werden; in meiner Arbeit war dieser allerdings vor allem im Zusammenhang mit Umwelt von Bedeutung und der zunehmenden Reduzierung der Natur hin zu einer Rohstofflieferantin.
Die Urbanisierung weckt zuweilen den fälschlichen Eindruck, wir Menschen hätten uns von der Natur „entkoppelt“ und eine nahezu göttliche Unabhängigkeit erlangt, welche es uns ermöglicht, uns wichtigeren Dingen zuzuwenden als der Nahrungsbeschaffung. Rein optisch erinnern Supermärkte nicht im Geringsten an Äcker, Ernte, Saat und Gut. Die Illusion, synthetische Herstellung ermögliche eine Unabhängigkeit von Mutter Natur, hat meines Erachtens das Potenzial zum Verhängnis – natürlich, können wir (nahezu) alles synthetisch herstellen. Doch auch synthetische Verfahren benötigen einen Ausgangsstoff. Noch ist es dem Menschen nicht "vergönnt", aus dem Nichts heraus etwas aus dem Ärmel zu zaubern.
Mutter Erde als Rohstofflieferantin: Neben Trinkwasser und Nahrung (Grundbedürfnissen des homo sapiens, an denen auch ein zivilisierter Mensch nicht umhinkommt) und Material für die Behausung (man stelle sich homo sapiens mit seinem spärlichen Fell im Winter in Vorarlberg ohne Unterschlupf vor) ist es vor allem der Begriff der Energie, welcher in den letzten Jahren sehr stark thematisiert wurde.
Energie und Materie als Komponenten eines komplexen Systems, mit Regulierungen, Schwankungen, positiven und negativen Rückkoppelungen und ein Ineinandergreifen aller Beteiligten.
Dieses System gilt es zu schützen; ohne jenes fragile Gleichgewicht wäre unser Planet nicht das, was er heute ist: ein einzigartiger (Lebens)Raum im Kosmos, in welchem – bedingt durch endlose Feinheiten wie dem Abstand zur Sonne (Temperatur) und der Gravitationskraft (Existenz einer Atmosphäre) – Leben existiert. Das einzige Vorkommen von Leben, von dem wir wissen.
Des Menschen Schwäche
Nun aber zu den konkreten Ergebnissen des empirischen Teils meiner Fachbereichsarbeit. In Form eines schriftlichen Fragebogens wurden insgesamt 108 Personen des B.O.RG.-Schoren, meiner ehemaligen Schule, zum Thema „Mobilität“ als exemplarisch ausgewählter Bereich der Umweltethik befragt, wobei 71 der Fragebögen auf SchülerInnen der Maturaklassen und 37 auf LehrerInnen entfielen. (Die Auswertung sollte auch einen Vergleich zwischen den Altersklassen ermöglichen).
Dieses Sample hat selbstverständlich keine statistische Aussagekraft – es sollten lediglich Tendenzen aufgezeigt werden.
Ich möchte nun nicht näher auf die Methode der Auswertung eingehen, da dies in diesem Artikel nicht von bedeutender Relevanz ist. Natürlich kann genaueres in der vollen Version meiner Fachbereichsarbeit eingesehen werden (siehe Anhang).
Nach der rein statistischen Auswertung widmete ich mich folgenden Aspekten genauer:
- dem Zustimmungsgrad umweltethischer Aussagen (allgemein)
- der unterschiedlichen Akzeptanz verschiedener umweltethischer Aussagen (spezifisch)
- der Korrelation Haltung-Verhalten
- der Frage nach „dem“ Verantwortungsträger des Umweltschutzes
Vor dem näheren Eingehen auf die genannten Schwerpunkte, muss noch kurz der Aufbau des Fragebogens erläutert werden. Im Wesentlichen gab es drei Teile: der erste Teil betraf Angaben zur Person (Geschlecht, Alter, Wohnort, Besitz eines Führerscheins/Autos/Motorrads, etc.), der zweite umfasste das tatsächliche Verkehrsverhalten (Häufigkeit der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Auto, etc.) und der dritte beinhaltete umweltethische Fragen (Soll der Benzinpreis erhöht werden?, etc.), in dem die subjektive Wahrnehmung der Haltung des/der Befragten ermittelt werden sollte.
Die Antwortmöglichkeiten waren jeweils vorgegeben, wobei zugestimmt („trifft zu“/„trifft eher zu“) beziehungsweise nicht zugestimmt werden konnte („trifft eher nicht zu“/„trifft nicht zu“). Gerne kann der gesamte Fragebogen im Anhang meiner Fachbereichsarbeit nachgelesen werden.
Welchen Zustimmungsgrad haben umweltethische Aussagen?
Mit dieser Frage möchte ich feststellen, wie groß das (selbst eingeschätzte) Umweltbewusstsein der Befragten ist. Dazu können beispielsweise die Werte der ersten Frage im zweiten Teil des Fragebogens herangezogen werden. Hierbei gaben 23 von 108 Personen (ca. 21%) an, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, um die Umwelt zu schonen – damit liegt diese Begründung knapp vor dem Grund, diese zu benutzen, weil es bequemer ist (22 Antworten), doch deutlich vor den anderen beiden (Geld bzw. Zeit sparen). Nimmt man jedoch die 33 Personen dazu, die angaben, dass diese Aussage zumindest eher zutrifft, sind es 56 Personen – also über die Hälfte der Befragten.
Öffentliche Verkehrsmittel werden demnach in erster Linie der Umwelt wegen benutzt, und erst danach aufgrund des eigenen Komforts (40%). Dies zeigt ein doch recht ausgebildetes Umweltbewusstsein, welches bei LehrerInnen interessanterweise deutlich ausgeprägter ist. Man vergleiche: Während 46% der LehrerInnen die Angabe, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, weil sie die Umwelt schonen möchten, mit „trifft zu“ ankreuzten, waren es bei den SchülerInnen nur 8%. Dafür gaben „immerhin“ 32% der SchülerInnen an, die Aussage treffe „eher zu“; bei den LehrerInnen 27%. Das heißt, bei den LehrerInnen sind es ganze 73%, für die die Umwelt zumindest eine bzw. eine große Rolle spielt.
Die Frage nach der Zustimmung umweltfreundlicher Aussagen kann auch in Punkt 3 – Gesellschaft und Politik – genauer betrachtet werden. So beantworteten etwa 70 Personen die Frage, ob Klimaschutz einen größeren Stellenwert in der Politik haben sollte, mit „trifft zu“ und 28 mit „trifft eher zu“; zusammen also 98 von 108 (91%). Trennt man erneut LehrerInnen von SchülerInnen, zeigten die LehrerInnen nochmals mehr Zustimmung, denn während 78% der LehrerInnen diese Aussage mit „trifft zu“ ankreuzten, waren es bei den SchülerInnen nur 58%. Fasst man jedoch die Anzahl derer, die „trifft zu“ bzw. „trifft eher zu“ ankreuzten, ergibt sich wieder ungefähr der gleiche Wert.
Dass der Staat mehr Geld in die Forschung erneuerbaren/alternativen Energiequellen investieren sollte, beantworteten 36 von 37 LehrerInnen mit „trifft zu“ bzw. „trifft eher zu“. Bei den SchülerInnen waren es 63 von 71 (89%). Interessanterweise kreuzten nur 24% der LehrerInnen die Frage, ob Benzinpreise möglichst niedrig sein sollten, mit „trifft zu“ bzw. „trifft eher zu“ an, während es bei den SchülerInnen ganze 69% waren. Gleichzeitig meinten 57% („trifft zu“ bzw. „trifft eher zu“) der LehrerInnen und 51% der SchülerInnen, dass Benzinpreise erhöht werden sollten, um die Umwelt zu schützen. Die beiden Aussagen, grundsätzlich für den Bau neuer Straßen zu sein bzw. zuzustimmen, dass mehr Geld für den Straßenbau ausgegeben werden sollte, fanden im Vergleich die mit Abstand geringste Zustimmung.
Ich denke, die breite Zustimmung dieser Fragen zeigt deutlich, dass die Befragten ein durchaus großes Umweltbewusstsein erkennen lassen. Nun soll als nächstes herausgefunden werden, welche Motive die Einzelnen zu ihrem umweltethischen Denken geführt haben.
Welche umweltethischen Ansätze finden große Akzeptanz?
Diese Frage lässt sich gut beantworten, indem die Ergebnisse des Punktes 4 im zweiten Teil zum Thema Verkehr eingsehen werden. Dabei sollten die Befragten angeben, warum der Straßenverkehr reduziert werden sollte. Dazu standen ihnen Antwortmöglichkeiten zur Auswahl, die entweder anthropozentrisch[1], pathozentrisch[2], biozentrisch[3]/holistisch[4] oder ästhetisch[5] waren.
Verschiedene umweltethische Ansätze kamen auch im Punkt 5 des zweiten Teils vor. Der Ansatz mit der größter Zustimmung war hier (überraschenderweise) der der Ästhetik: 84% gaben an, beim Bau neuer Straßen müsse die Schönheit der umgebenden (Natur)Landschaft beachtet und behütet werden („trifft zu“ bzw. „trifft eher zu“). Anschließend kommt der pathozentrische Ansatz („Autobahnen sollten nicht in der Nähe von Wäldern gebaut werden, da der Lärm die Tiere darin unter Stress setzt“) mit 73%, dicht gefolgt vom biozentrischen/holistischen Ansatz („Das Leben an sich ist etwas Heiliges und sollte daher in jeglicher Form (auch Pflanzen) geschützt werden“) mit 72% und einem weiteren pathozentrischen Ansatz („Tiere sollten durch Abzäunungen von den Straßen geschützt werden“) mit 69%. Erst nach einem weiteren biozentrischen/holistischen Ansatz („Die Natur als Ganzes darf nicht vom Menschen gestört werden, da dies nicht Ihrer Würde entspricht“) mit 62% steht, an sechster Stelle, der anthropozentrische Ansatz („Menschliche Interessen sind zu schützen und sollten im Mittelpunkt der Politik stehen“) mit immerhin 60% Zustimmung, jedoch dicht gefolgt von einem weiteren biozentrischen/holistischen Ansatz („Der Mensch darf die Natur in ihrer Selbstentfaltung nicht behindern“) mit 59%. Das Schlusslicht bildet eine anthropozentrische Aussage („Der Mensch darf und soll in die Natur eingreifen, um menschliches Leben zu schützen und den bisherigen Lebensstandard aufrechtzuerhalten“) mit spärlichen 36%.
[1] Der Mensch steht im Zentrum der ethischen Wertvorstellungen
[2] Die Frage des Leidens steht im Mittelpunkt der Ethik
[3] Es gilt, das Leben zu schützen.
[4] Die „Ganzheitlichkeit“ der Dinge ist zu bewahren
[5] Was ästhetisch ist, gilt zu beschützen
Dieses Ergebnis mag ein wenig überraschen, vor allem die hohe Zustimmung (62%) zur Aussage, dass die Natur als Ganzes nicht vom Menschen gestört werden dürfe, da dies nicht ihrer Würde entspräche, – und dies trotz des recht heiklen Begriffs „Würde“.
Dies kann durchaus als ein Indiz dafür genommen werden, dass die Befragten die Natur nicht nur als eine nützliche und notwendige Rohstofflieferantin betrachten. Auch wenn „nur“ ¼ der Befragten dieser Aussage völlig zustimmten, so bleiben es trotzdem noch 37%, die zumindest befanden, die Aussage treffe eher zu, als dass sie nicht zutreffe. Die Vermutung liegt also durchaus nahe, dass die Befragten eine(n) gewisse(n) Ehrfurcht und Respekt gegenüber der Natur empfinden. Gekoppelt mit der hohen Zustimmung zum ästhetischen Ansatz wird deutlich, dass die Natur als etwas Schönes und Schützenswertes wahrgenommen wird, unabhängig von ihrem ökonomischen Nutzen.
Auch die Tiere kamen mit dem pathozentrischen Ansatz nicht zu kurz.
Wir haben nun herausgefunden, dass viele der Befragten umweltethisch denken – bzw. sie zumindest in dieser Weise auf umweltethische Fragen antworten.
Außerdem ließ sich eine starke nicht-anthropozentrische Denkweise nachweisen. Doch inwiefern spiegelt sich das umweltethische Denken im umweltfreundlichen Handeln wider? Wie groß ist der Zusammenhang zwischen unserem Denken und unserer Verhaltensweise wirklich? Diese beiden Fragen möchte ich im nächsten Teil näher analysieren.
Welche Auswirkung hat die Einstellung auf das Verhalten?
Um besser herauszufinden zu können, inwiefern sich das umweltethische Denken im Verhalten widerspiegelt, sortierte ich eine bestimmte Gruppe aus den Fragebögen heraus, nämlich alle jene Befragten, die beim Punkt 4 des zweiten Teils ankreuzten, der Straßenverkehr sollte reduziert werden, da ansonsten intakte Natur gestört bzw. zerstört würde. Nachdem ich diese Gruppe extrahiert hatte, sammelte ich noch die Daten des Punktes 5 im ersten Teil (das Benutzen von Auto/Motorrad/Moped in der Freizeit), um einen Unterschied ihres Verhaltens zu jenen auszumachen, die dieser Aussage nicht mit „trifft zu“ zustimmten.
Zur Gruppe lässt sich zunächst sagen, dass sie aus 28 LehrerInnen und 26 SchülerInnen besteht und somit, interesssanterweise, genau die Hälfte aller Fragebögen darstellt. Auffallend ist natürlich, dass es nahezu gleich viele Stimmen bei LehrerInnen und SchülerInnen sind, obwohl es fast doppelt so viele Fragebögen gab, die von SchülerInnen ausgefüllt worden waren.
Das Ergebnis überrascht. Die Zahlen in Prozent umgerechnet, ergeben nahezu den gleichen Wert beider Gruppen, also sowohl jene, die befanden, dass der Straßenverkehr zum Schutz der Natur reduziert werden müsse („Ökogruppe“), wie auch jene, die nicht (völlig) dieser Meinung waren („Nicht-Ökogruppe“). Konkret heißt das, dass, während es bei der „Nicht-Ökogruppe“ 15% waren, die angaben, immer das Auto/Motorrad/Moped zu benutzen, um Freunde zu besuchen, bei der „Ökogruppe“ immer noch 9% waren. Andere Zahlen haben (nahezu) den gleichen Prozentwert, wieder andere hatten gar einen größeren, wie etwa, immer das Auto/Motorrad/Moped zu benutzen, um in Bars/Lokale zu gehen, der bei der „Ökogruppe“ 15% betrug, bei der „Nicht-Ökogruppe“ nur 7%.
Zur Korrelation zwischen Haltung und Verhalten kann aufgrund des kleinen Samples des Fragebogens nur wenig gesagt werden. Fest steht, dass der Unterschied der beiden Gruppen nicht sehr ausgeprägt ist und in beide Richtungen Abweichungen aufzeigt. Wird nur dieser Fragebogen betrachtet, muss der Rückschluss gezogen werden, dass umweltethisches Denken keine signifikante Verhaltensänderung bewirkt. Woran das liegt, möchte ich mit dem letzten Teil der Auswertung genauer hinterfragen.
Wo wird die Verantwortung für Umweltschutz gesehen?
Die Frage, die sich nun stellt, ist natürlich jene, weshalb der Mensch sich doch recht umweltfeindlich verhält, selbst wenn – wie in diesem Sample – ein bei den meisten Befragten ausgeprägtes Umweltbewusstsein vorzuliegen scheint. Woran also scheitert die Umsetzung der Ideen und Wertvorstellungen in ein entsprechendes Verhalten? Im Folgenden möchte ich darstellen, wo die Verantwortung für Umweltschutz nach der Meinung der Befragten liegt.
Punkt 3 des zweiten Teils – Gesellschaft und Politik – wurde schon erwähnt. Die überwiegende Mehrheit sprach sich massiv für mehr Investitionen in erneuerbare Energiequellen und darüber hinaus auch für einen höheren Stellenwert des Klimaschutzes in der Politik aus. Es wurde also durchaus zu geringe Einflussnahme des Staates bemängelt, was auch in der Zustimmung zu höheren Benzinpreisen der Umwelt zuliebe gezeigt wird.
Auf der anderen Seite gaben erstaunliche 64% („trifft zu“ bzw. „trifft eher zu“) der Befragten zu, zwar daran zu glauben, dass Verkehrsabgase die Umwelt schädigen, aber offen gestanden zu bequem/egoistisch dafür zu sein, dem Auto/Motorrad/Moped zu entsagen. Auf die Vorzüge des eigenen Kraftfahrzeuges wollen die Befragten also nicht verzichten, doch meinten andererseits 62% („trifft zu“), dass sie mit einem Hybridauto fahren würden, sofern es sie gleich viel kosten würde wie ihr bisheriges Fahrzeug. Man kann also festhalten, dass nicht auf das bequeme Autofahren verzichten werden will, man jedoch dazu bereit wäre, ein umweltfreundlich(er)es Fahrzeug stattdessen zu verwenden.
Was bedeutet diese Erkenntnis nun? Menschen, die einmal in den Luxus neuer technologischer „Errungenschaften“ gekommen sind, trennen sich nur sehr ungern wieder davon. Was die Menschheit also braucht, sind vermutlich reizvolle(re) Alternativen; denn anders wird die „große Masse“ nicht einsteigen. Bei einigen „Umweltsündern“ (prinzipiell sind wir das alle, leben wir doch in einer künstlichen Welt und sind Teil davon) mag es auch die alte Gewohnheit sein, von der man nicht mehr loskommt. Andere sehen es vielleicht auch nicht ein, persönlich auf etwas zu verzichten, während andere unbekümmert weiterhin CO2 ausstoßen und Autos im Vergleich zu Flugzeugen, Düsenjets oder auch einfach der Industrie nur "wenig" Schaden anrichten. Trotzdem muss man sich natürlich vor Augen halten, dass es wirklich viele – sehr viele – PKWs auf der ganzen Welt gibt. Der Einzelne ist nicht das Problem, doch die Masse besteht eben auch nur aus vielen Individuen. Ausreden wird es immer geben, um das Auto (oder was auch immer) doch zu benutzen, nämlich um das eigene Gewissen zu beruhigen. Doch wann werden die Menschen den Tatsachen ins Auge sehen? Abgase sind schädlich. Punktum.
Appell an die Leserinnen und Leser
Wenn es um Umwelt geht, habe ich stets ein Anliegen. Mit diesem Artikel ist es mir hoffentlich gelungen, ein wenig Aufmerksamkeit zu erregen und diese auf die Umweltthematik zu lenken. Unsere Umwelt darf nicht in Vergessenheit geraten und muss deshalb immer wieder diskutiert und thematisiert werden, damit aus Vorsätzen „irgendwann“ auch Taten werden.
Natürlich ist unser Europa relativ „grün“ hinter den Ohren, das heißt, wir benutzen immerhin neuere, umweltfreundlichere Technologien als Staaten wie etwa die USA oder China. Nichtsdestotrotz müssen sich alle am Umwelt- und Klimaschutz beteiligen. Darum sollten wir uns auch nicht auf unseren Lorbeeren, die eigentlich gar keine sind, ausruhen, sondern uns noch mehr bemühen und auch versuchen, andere Länder zu überzeugen und ihnen ein gutes Vorbild zu sein.
Was ist Europa? Die Masse besteht auch nur aus dem Einzelnen – und der Einzelne, das sind Sie und ich. Selbstverständlich können Sie alleine die Umwelt nicht retten, indem Sie sich umweltfreundlicher verhalten. Aber wenn es keiner tut, wer tut es dann?
Liebe Leser und Leserinnen, wir haben nur einen Planeten. Es kann nichts Wichtigeres als diesen geben, denn ohne ihn können wir nicht existieren.
Diskrepanz - (Ver)Halten
Weder die Ergebnisse meines Fragebogens noch die Inhalte meiner gesamten Fachbereichsarbeit ließen mich eine Antwort auf meine ursprüngliche Frage «Wie ist es möglich, dass Menschen nicht handeln, obwohl sie wissen, dass sie die Verantwortung für ihr Verhalten tragen?» finden.
Ob Faulheit, Bequemlichkeit, mangelnde Disziplin, fehlendes Bewusstsein, vermeintlicher Zeit- oder Geldmangel – ich persönlich konnte es nie verstehen, wie Menschen ihr Leben leben können ohne einen Gedanken darüber zu verlieren, was sie mit ihrem Leben bewirken, oder – in diesem Fall – anrichten.
Anhang: Fachbereichsarbeit Umweltethik
Zum Seitenanfang




